Buddhismus in Stuttgart
Die buddhistischen Gruppen in Stuttgart stellen sich vor.

Dhagpo-Kagyu Dharmagruppe

Dhagpo-Kagyu Dharmagruppe

Der Buddhismus begann im 7. Jahrhundert in Tibet Fuß zu fassen; im Laufe der Jahrhunderte bildeten sich allmählich vier große Überlieferungsströme heraus: die Nyingma-Tradition, die Kagyü-Tradition, die Sakya-Tradition, die Gelug-Tradition

Diese Schulen haben jeweils ihr eigenes Oberhaupt. Zum Beispiel ist der weltbekannte Dalai Lama das Oberhaupt der Gelugpas, während das Oberhaupt der Kagyüpas der Karmapa ist.

Kagyü bedeutet “Linie mündlicher Überlieferung”. Alle Kagyü Übertragungslinien legen besonderen Wert auf die Praxis der Meditation gemäß den persönlich erhaltenen Unterweisungen, um so zu direkter Einsicht zu gelangen. Deswegen spielt der direkte Kontakt mit in der Meditation erfahrenen Lehrern eine große Rolle.

Das Dhagpo-Kagyu-Mandala

Kurzer Überblick

Der 16. Gyalwa Karmapa Rangdjung Rigpe Dordje rief das Dhagpo-Kagyü-Mandala ins Leben, indem er Gendün Rinpotsche bat, den Dharma in Europa zu lehren. In diesem Zusammenhang übertrug er ihm verschiedene Aufgaben:

  • Dharmazentren aufzubauen, die die Verbreitung der Lehre Buddhas ermöglichen, so dass sie allen Interessierten zugänglich ist;
  • Retreatzentren einzurichten, die der Überlieferung, Anwendung und dem Erhalt der tiefgründigen Unterweisungen der Karma-Kagyü-Linie dienen und in denen Praktizierende befähigt werden, die Lehre unverfälscht weiterzugeben;
  • Eine Klostergemeinschaft ins Leben zu rufen, welche die Lehren bewahrt und ihre Verbreitung gewährleistet;
  • Einen großen Tempel zu errichten, der die Gegenwart der Drei Juwelen (Buddha, Dharma, Sangha) in unserer Welt symbolisiert und ein Ort der Inspiration, Hingabe und gemeinsamen Praxis ist;
  • Ein Studieninstitut mit einer großen Bibliothek zu gründen, das dem Erhalt, dem Studium und der Übersetzung buddhistischer Texte dient.

1975 kamen Gendün Rinpotsche und Jigme Rinpotsche nach Südfrankreich in die Dordogne, um mit dem Aufbau des Zentrums zu beginnen, das der Hauptsitz der Karma-Kagyü-Überlieferungslinie in Europa wurde: Dhagpo Kagyü Ling. Schon in den ersten Jahren reiste Gendün Rinpotsche viel, um den Dharma auch in anderen europäischen Ländern, u. a. in Deutschland, zu lehren.

1984 begab sich die erste Gruppe von Gendün Rinpotsches Schülern, dreizehn Männer und fünf Frauen, in Dhagpo Kündröl Ling in der Auvergne in das erste Dreijahresretreat nach tibetischer Tradition. Inzwischen praktiziert dort bereits die sechste Generation im Retreat.

Auch in Deutschland bildete sich eine Gruppe von Praktizierenden, die unter Gendün Rinpotsches Anleitung ein Drei-Jahres-Retreat durchführte. Es fand von 1986 bis 1990 in Halscheid im Siegerland statt.

1992 gründeten die ersten von Gendün Rinpotsche formierten Lamas in Dhagpo Kündröl Ling eine Klostergemeinschaft, in der heute etwa 80 Nonnen und Mönche leben.

Gendün Rinpotsche regte den Aufbau weiterer Dharmazentren an und legte deren Leitung in die Hände seiner Schülerinnen und Schüler. In Frankreich entstanden 1996 ein Langzeit-Retreatplatz für Laien (also auch für Paare), Dedröl Ling, etwa zur gleichen Zeit ein Kurzzeit-Retreatzentrum, Dargye Ling, sowie ein Jahr später ein Kurszentrum für Familien, Paare und andere Laienpraktizierende, Gepel Ling in Croizet.

In Deutschland lehrten die Lamas eine Zeitlang im ehemaligen Retreatzentrum in Halscheid, und ab 1996 in dem neu eingerichteten Zentrum Kündröl Püntsok Ling in Niederbayern. Seit 200x ist das Dharmazentrum Möhra der Hauptsitz des Dhagpo-Mandalas in Deutschland. Das Dharmazentrum Möhra wird vom gemeinnützigen Verein “Buddhistische Religionsgemeinschaft Karma Kündröl Püntsok Ling” getragen, der seit 1997 der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) angehört.

Gendün Rinpotsche verließ im Oktober 1997 seinen Körper. Seitdem wird seine Aktivität von seinen Schülerinnen und Schülern weitergeführt.

Die westlichen Lamas haben alle bei Gendün Rinpotsche mehrere 3-Jahres-Klausuren absolviert und sind im Dhagpo-Kagyü-Mandala als Dharmalehrer aktiv. Von ihnen sind folgende deutschsprachige Lehrer regelmäßig in Stuttgart für Vorträge und Unterweisungen :

  • Lama Sherab Palmo
  • Lama Tashi Andreas
  • Lama Yangchen
  • Lama Yeshe Sangmo
  • Lamas Gerd + Kerstin

Dhagpo-Kagyu Dharmagruppe Stuttgart

Wir praktizieren Dienstags um 20h Shine-Meditation (Stille Meditation) und Tschenresi- (Avalokiteshvara) Puja an unterschiedlichen Orten (Stuttgart Nord-West-Süd-Ost). Jedem, dem es möglich ist, seinen Raum für die Praxis zur Verfügung stellen, kann Gastgeber sein. Die Meditationsorte können über den Verteiler (Anne: ) abgefragt werden.

Außerdem ist es ein großes Geschenk, dass die Dharmalehrer des Dhagpo Kagyü Mandala, deren Belehrungen und Präsenz wir als eine große Inspiration empfinden, uns regelmäßig zu unterschiedlichen Kursen/Unterweisungen besuchen.

Auch Neuinteressierte sind herzlich willkommen!

Kontakt:

Andrea Wild
Tel: 0711 – 4708482, 0177-4959825
eMail: